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Wo Goethe fand und Weltliteratur schuf
Ilmenau feiert 250. Wiederkehr von Goethes Ankunft an historischen Schauplätzen
Vor 250 Jahren reiste Johann Wolfgang Goethe zum ersten Mal nach Ilmenau: Als Beamter des Weimarer Hofes sollte er sich um die Wiederbelebung des Bergbaus kümmern. Als er am 3. Mai 1776 „endlich glücklich betreckt“ in der Stadt am Fuße des Thüringer Waldes ankam, fand er den Anblick der alten Bergbauanlagen zwar „traurig“, aber die Gegend „herrlich“. Und so kehrte er immer wieder hierher zurück. „Ich war immer gerne hier und bin es noch ...“, schrieb er später an seinen Dichterfreund Friedrich Schiller. „Ich glaube, es kommt von der Harmonie, in der hier alles steht: Gegend, Menschen, Clima, Thun und Lassen.“ Vieles von dem, was Goethe an Ilmenau schätzte, lässt sich bis heute an den historischen Schauplätzen der Stadt ablesen.
Ein Weg durch Goethes Ilmenau
Auf dem Goethewanderweg wird die Verbindung zwischen Dichter, Landschaft und Geschichte besonders anschaulich. Auf 20 Kilometern Länge verbinden sich zwischen Ilmenau und Stützerbach bedeutsame Wirkungsstätten seines Namenspatrons. Los geht’s am Amtshaus am Markt, wo im GoetheStadtMuseum dessen ehemalige Dienstwohnung und die Sonderausstellung „Goethes Ankunft in Ilmenau – Abenteuer Reise vor 250 Jahren“ zu sehen sind. Durch den Thüringer Wald führt der Weg ins Ilmtal und auf aussichtsreiche Gipfel. Ein Höhepunkt ist das Goethehäuschen auf dem Kickelhahn, wo der Literat sein berühmtes Gedicht „Wandrers Nachtlied“ direkt an die Bretterwand schrieb: „Über allen Gipfeln ist Ruh, in allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch; die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur – balde ruhest du auch.“
Text: djd Bilder: DJD/Stadtverwaltung Ilmenau/Thomas Wolf