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Herbstglück im Bayerischen Wald
Wandern, Wildnis, Weitblicke und Glaskultur zwischen Arber und Lusen
Wenn der Sommer langsam leiser wird, beginnt im Bayerischen Wald eine besonders reizvolle Reisezeit. Klare Luft, milde Tage und die ersten warmen Farben in den Baumkronen begleiten Wanderungen über Höhenzüge, durch Moore und entlang rauschender Bäche. Zwischen Großem Arber und Dreisessel verbindet sich ursprüngliche Natur mit lebendiger Glastradition, gemütlichen Wirtshäusern und Ausflugszielen für die ganze Familie. Der September eignet sich deshalb ideal für alle, die draußen aktiv sein möchten, ohne auf Kultur, regionale Küche und erholsame Pausen verzichten zu wollen. Ganz in Ruhe.
Gipfelwege und Waldwildnis
Mit 1.456 Metern ist der Große Arber die höchste Erhebung des Bayerischen Waldes und ein lohnendes Ziel für Wanderer. Mehrere Wege führen hinauf; oben öffnen sich weite Blicke über das bayerisch-böhmische Grenzgebirge. Wer längere Touren sucht, findet auf der Nordroute des Goldsteigs eindrucksvolle Etappen über Kaitersberg, Arber, Falkenstein, Rachel, Lusen und Dreisessel. Für einen Tagesausflug genügt bereits ein ausgewähltes Teilstück. Besonders ursprünglich präsentiert sich die Region im Nationalpark Bayerischer Wald, der 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet wurde. Rund 350 Kilometer markierte Wanderwege führen durch Wälder, Moore und an Bergbächen entlang. Alte Baumriesen, Totholz und der natürlich nachwachsende Wald machen den Leitgedanken „Natur Natur sein lassen“ unmittelbar erlebbar.
Tiere, Baumwipfel und Glaskultur
Einen guten Einstieg bietet das Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau. Im mehr als 200 Hektar großen Tier-Freigelände leben rund 40 heimische Säugetier- und Vogelarten in großzügigen, naturnahen Gehegen. Mit Geduld lassen sich unter anderem Luchse, Wölfe, Fischotter und Wisente beobachten. Der gesamte Rundweg ist etwa sieben Kilometer lang, Abkürzungen ermöglichen auch einen kürzeren Besuch. Direkt daneben führt der 1.300 Meter lange Baumwipfelpfad durch die Baumkronen und hinauf auf einen 44 Meter hohen Aussichtsturm. Von dort reicht der Blick weit über das Waldmeer des Nationalparks. Neben Wäldern und Bergen prägt das Glas die Geschichte der Region. In Zwiesel begegnet man dem „Gold des Bayerischen Waldes“ in Manufakturen, Galerien und Werksverkäufen. Wahrzeichen der Glasstadt ist die über acht Meter hohe Kristallglas-Pyramide aus mehr als 93.000 Gläsern. Auch das Glasmuseum Frauenau erzählt von der Entwicklung des Handwerks und seiner Bedeutung für die Region. So lässt sich selbst ein Regentag abwechslungsreich gestalten.
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