Essen & Trinken

Her mit den süßen Früchtchen

Maßnahmen und neue Therapiemöglichkeit bei Fruchtzuckerintoleranz

(djd). Sorglos in einen knackigen Apfel beißen oder eine Schale leckeren Obstsalat genießen - für Menschen mit Fructoseintoleranz hat das meist äußerst unangenehme Folgen. Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Krämpfe und Blähungen sind typische Symptome. Und die Beschwerden sind keine Seltenheit: Etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet unter der Fruchtzuckerunverträglichkeit. Mit zunehmender Verwendung von Fructose-Glukose-Sirup durch die Nahrungsmittelindustrie steigt auch die Zahl der Betroffenen.

Richtig ernähren, Milchsäurebakterium nutzen
Bei einer intestinalen Fructoseintoleranz, auch Fructosemalabsorption genannt, kann die Fructose aus der Nahrung im Dünndarm nicht aufgenommen werden. Sie gelangt ungehindert in den Dickdarm. Dort entstehen aufgrund verschiedener körperlicher Prozesse starke Verdauungsprobleme mit den beschriebenen Symptomen. Betroffene sollten im ersten Schritt vor allem auf die richtige Ernährung achten. Zu den Lebensmitteln, die viel Fructose enthalten, gehören Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Trockenfrüchte, Honig, Birnendicksaft, Apfelkraut, Frucht- und Gemüsesäfte. Doch auch versteckte Zucker beispielsweise in Wurst, Brot oder Fertigprodukten, die zur Hälfte aus Fruchtzucker bestehen, können Probleme verursachen.

Oft ist es schwer, diese Lebensmittel konsequent zu meiden. Nun aber gibt es einen neuen Wirkansatz zur Behandlung: So wurde etwa mit Fructoflor ein Präparat entwickelt, das Menschen mit intestinaler Fructoseintoleranz unterstützt. Es enthält den zum Patent angemeldeten Bakterienstamm Lactobacillus fermentum LF7. Dieses besondere Milchsäurebakterium siedelt sich im menschlichen Dünndarm an. Dort verarbeitet es Fructose, die mit der Nahrung aufgenommen wird. Dadurch gelangt deutlich weniger Fructose in den Dickdarm und Beschwerden werden verhindert. Das bedeutet langfristig mehr Lebensqualität. Das Präparat ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich oder über den Onlineshop. Unter www.fructoflor.com gibt es weitere Informationen.

Beratung kann sinnvoll sein

Zu empfehlen ist zudem der Rat eines Ernährungsexperten. Gemeinsam werden dann die Essensgewohnheiten beleuchtet - beispielsweise mithilfe eines Ernährungstagebuchs - und angepasst. Einige Obstsorten vertragen Betroffene besser als andere, da sie weniger Fruchtzucker enthalten, darunter Bananen und Beerenfrüchte. Auch die Kombination mit anderen Lebensmitteln, zum Beispiel Milchprodukten, erleichtert dem Darm häufig die Arbeit.

Fotos: djd

 

 

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